Nachlese und 'Stoppeln'

Ran an die Reste auf dem Feld! Hier werden Verbraucher zu Sammlern

Die Nachlese, auch "Stoppeln" genannt, ist ein Modell, mit dem man einfach und kostengünstig an Lebensmittel kommt - und dabei noch hilft, Food-Waste direkt auf dem Feld zu reduzieren. Bei der Nachlese ist die offizielle Ernte, oft maschinell, schon geschehen. Was die Maschine übrig lässt, darf der Mensch sammeln. Oft sind dies insbesondere "krumme" Gemüse, die nicht in das offizielle Verkaufsraster passen. ...

Essbare Stadt

In der Essbaren Stadt wächst das Gemüse im Park oder am Straßenrand.

Ob angepflanzt von der Stadtverwaltung oder von privaten Initiativen: In der essbaren Stadt wächst das Gemüse dort, wo normalerweise Blumen sprießen oder Rasen grünt. Mitten im öffentlich Raum, in Parks oder Fußgängerzonen. Von Gemüserabatten bis zu Obstbäumen ist vieles denkbar. Vielleicht sogar Hühner im Stadtpark? Ernten darf jeder – das Gemüse ‚gehört’ keinem, sondern kann von der Gemeinschaft ...

Bio-Laden

Bioläden bieten Vielfalt – oft mit direkten und vertrauensvollen Kontakten zu ihren Bauern.

Bioläden bieten Vielfalt – oft mit direkten und vertrauensvollen Kontakten zu ihren Bauern.Wer hier einkauft, ist oft Stammkunde: Kleine, inhabergeführte Bioläden haben als Pioniere den Vertrieb biologisch angebauter Lebensmittel vorangetrieben. Und sind oft immer noch konsequenter als die großen Biosupermärkte.Dies gilt auch für die Vermarktung regionaler Lebensmittel: Viele Bioläden haben direkte Kontakte zu Bauern und Erzeugern und ...

Bio-Supermarkt

Auch Bio-Supermärkte bieten verstärkt Produkte von lokalen Anbietern an.

Auch (Bio-)Supermärkte bieten verstärkt Produkte von lokalen oder regionalen Anbietern an. Oft sind lokale oder regionale Angebote speziell gekennzeichnet – bestenfalls mit Namen und Adresse des Hofes. Auch gibt es eine Reihe von Regionalsiegeln, die sich aber stark in Kriterien und Anspruch unterscheiden. Gerade bei verarbeiteten Produkten lohnt sich der zweite Blick ins Kleingedruckte. Formulierungen wie „auf rheinische Art“ haben so gut wie keine ...

Online-Vermarkter und Marktplätze

Hier kauft der Kunde direkt vom Bauern - auf dem virtuellen Marktplatz.

Eine recht neue Erscheinigung sind Online-Vermarkter und Marktplätze. Auf diesen Websiten kann der Kunde direkt beim Bauern kaufen - der Seitenanbieter bekommt meist eine Provision und/oder einen Logistikabschlag.  Hier gibt es erst wenige Anbieter, die zudem auch noch mit verschiedenen Modellen experimentieren. Bei manchen wird das vom Kunden Bestellte direkt zugestellt - wie bei einer Gemüsekiste. Bei anderen gibt ...

Selbsterntefeld

Selbsterntefelder machen den Kunden zum Gärtner.

Hier übernimmt der Anbieter die Aussaat von Gemüse und Salaten auf einem meist stadtnahen Grundstück. Die Kunden mieten sich eine Parzelle – oft gemeinsam als Familie, WG oder sonstige Kleingruppe. Nach der Parzellenübergabe im Frühjahr wird der eigene Acker gepflegt: Unkraut muss gezupft werden, Tomaten angebunden und Kürbis- oder Zucchinipflanzen gedüngt werden. Geerntet wird das ganze Jahr über – was immer gerade Saison hat. ...

Selbsternte beim Bauern

Direkt und frisch vom Feld - hier pflückt sich der Genießer die Erdbeeren, Gemüse und Blumen selbst vom Feld.

Bei der Selbst- oder Miternte gibt der Bauer Teile eines Feldes für private Pflücker frei. Oft sind die Felder direkt für diesen Zweck angelegt - und verkehrsgünstig gelegen.  Beliebt ist dies zum Beispiel bei Erdbeeren oder Blumen. Die Kunden suchen sich die schönsten Früchtchen direkt an der Pflanze aus - alleine oder in der ganzen Familie. Bezahlt wird am Ende nach Gewicht. 

Hofladen

Im Hofladen gibt es Produkte vom Bauern und von den Nachbarhöfen.

Ob ein aufgehübschter Lagerraum oder fast ein Supermarkt – Hofläden gibt es in vielen Arten und Formen. Um Vielfalt und Frische bieten zu können, gibt es in vielen auch Produkte von Nachbarhöfen – oder, im Einzelfall und je nach saisonalen Schwankungen, ganz von außen. Für Konsumenten ist dies bequem, aber wer den wirklichen „taste of ...

Wochenmarkt

Auf Wochenmärkten gibt es Bio- oder regionales Gemüse – vom Bauern, mitten in der Stadt.

Hier ist die Auswahl groß – auf dem Wochenmarkt finden Käufer an einem Ort Gemüse, Obst, Milch, Eier und Fleisch. Oft sind auch Bauern direkt unter den Anbietern – und verkaufen Gemüse und Obst von ihrem eigenen Hof. Manche Wochenmärkte haben sich spezialisiert – zum Beispiel auf Bio-Lebensmittel, regionale Anbieter oder besonders hochwertige Lebensmittel. Hier lohnt es sich, ein bisschen zu suchen und auszuprobieren.

Gemüse- / Abokiste

Die Gemüse- / Abokiste bringt frisches Gemüse direkt an die Haustür.

Gemüse- oder Abokisten sind ein Klassiker der Direktvermarktung. Sie werden normalerweise als Abo bestellt – und jede Woche vom Bauern oder Lieferanten befüllt und bis an die Haustür gebracht. Die meisten Anbieter bieten eine Reihe verschiedener Kisten an, die sich in Größe und Inhalt unterscheiden – so gibt es kleine und große Kisten, rein saisonale Kisten, solche mit Obst oder ohne. Milch, Eier und ähnliches kann ...

Urbaner Garten

In Urbanen Gärten kann man ernten und gemeinsam die Stadt gestalten.

In Urbanen Gärten steht die Gemeinschaft im Vordergrund: Man trifft sich, pflanzt zusammen an, kümmert sich um die Beete und erntet gemeinsam. Die Pflanzen „gehören“ niemandem – wer mitgeholfen hat, kann das Gemüse zu einem vergünstigten Preis erwerben. Urbane Gärten werden oft als Zwischennutzung auf Brachflächen eingerichtet. Wenn der Boden sich nicht für Gemüseanbau eignet, zum Beispiel aufgrund von Altlasten, ...

Gastronomie mit lokalem Fokus

In Restaurants, Bistros, Cafés oder Brauhäusern kommt Regionales fix und fertig auf den Tisch.

Immer mehr Restaurants bieten speziell lokale Produkte und Gerichte an oder integrieren diese in ihre lokale Speisekarte. Meist beziehen sie Produkte direkt von Bauernhöfen aus der Umgebung und bieten dem Bauern eine längerfristige Perspektive. Dabei muss nicht alles lokal sein - oft sind zum Beispiel Fleisch und Gemüse lokal, Gewürze und Kräuter kommen oft von ferner.

Food-Coop

Food-Coops bestellen gemeinsam – direkt, frisch und ohne Zwischenhändler beim Bauern oder Erzeuger.

Dabei gibt es verschiedene Modelle: Von der kleinen Bestellgemeinschaft, bei der die Lebensmittel direkt verteilt werden und die Mitglieder alle Orga-Aufgaben selbst übernehmen bis hin zu größeren Vereinen und Genossenschaften mit eigenem Lagerraum und Angestellten. Bestellt werden können je nach FoodCoop neben Gemüse auch Milch- und Fleischprodukte, Marmeladen, etc. Die meisten FoodCoops achten darauf, primär ökologische, regionale oder fair ...

SoLaWi

Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) unterstützt Bauern – die sich mit frischen Lebensmitteln revanchieren.

In einer SoLaWi schließen sich Haushalte mit einem lokalen Bauernhof zusammen – und finanzieren alle oder einen Teil der für den Anbau anfallenden Kosten. Und dies im Voraus und nach den Planungen des Bauern. Als "Lohn" teilen sie den Ertrag unter sich auf, meist ein Jahr lang.  Eine SoLaWi bietet dem Bauern und dem Kunden Sicherheit: Der Bauer weiß im Voraus, ...